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Die Ursprungsrasse der Somali ist die Abessinier, selbst wiederum eine der ältesten Rassekatzen. Die Somali, welche erst seit Mitte der siebziger Jahre in Europa gezüchtet wird, ist in Typ, Körperbau, Farbe und Wesen mit der Aby identisch. Beide Rassen unterscheiden sich nur in der Fellbeschaffenheit und -länge.

Die Somali ist eine mittelgroße Halblanghaarkatze mit Höschen, Halskrause und buschigem Schwanz. Zwar nicht so ausgeprägt wie bei der Maine Coon oder der Norwegischen Waldkatze, jedoch immerhin deutlich sichtbar (bei Katern ausgeprägter wie bei Kätzinnen).

Die elegante, muskulöse Figur hinter einem wuscheligen Pelz verleiht der Somali einen unbeschreiblichen Reiz. Sie besitzt eine völlig eigenständige Ausstrahlung und Wildkatzenoptik. Durch ihren buschigen Schwanz und ihrer rotbraunen Grundfarbe wird sie gerne mit einem Rotfuchs verglichen.

 

Bei der Abessinier, sowie auch bei der Somali, fällt natürlich die außergewöhnliche Färbung des Fells besonders auf. Jedes einzelne Haar trägt dunkle und helle Farbzonen im Wechsel, was als „Ticking“ bezeichnet wird. Es handelt sich hierbei um Agoutikatzen.

 

Entstehungnach oben zum Menü

Mitte der fünfziger Jahre erblickten in reinrassigen Abessinierwürfen die ersten Somalis das Licht der Welt.
Im Jahr 1965 begann in den USA Mrs. Maque mit der Abessinierzucht. Bald fand sie heraus, dass zwei ihrer Zuchttiere die Erbanlage für langes Fell trugen. Sobald sie den ersten erwachsenen langhaarigen Abessinierkater gesehen hatte, begann diese couragierte Frau zusammen mit ihren Züchterfreunden für die Anerkennung dieser Tiere zu kämpfen.
Anfang der siebziger Jahre waren dann die ersten Langhaar-Würfe zu bewundern.

Um die enge Verwandtschaft der Somali zur Abessinier zu unterstreichen, wählte man 1972 in Anlehnung an die geographische Lage von Abessinien zum ostafrikanischen Land Somalia den Namen Somali.

Nach der endgültigen Anerkennung der Somali als eigenständige Rasse - welche in den USA 1979 erfolgte - zogen auch die europäischen Katzenzuchtvereine nach.
Im Jahre 1982 war es dann auch in der FIFe soweit.

 

Zuchtzielenach oben zum Menü

Ein Zuchtziel ist es, auch in der Somalizucht den ursprünglichen Aby-Typ zu erhalten, gleichzeitig jedoch darauf zu achten, dass das halblange Fell (was ja die Somali von der Abessinier unterscheidet) nicht zu kurz wird.

Wichtigstes Ziel einer jeden Zucht sollte jedoch das gesunde, wesensfeste Tier sein.

 

Wesennach oben zum Menü

Die Somalis sind sehr temperamentvoll und willensstark, mit einem sanftmütigen Charakter. Mit ihrem Charme und sehr menschbezogenen, verschmusten Art erobert sie alle Herzen. Wer gerne eine intelligente, verspielte, aktive Katze haben möchte, die jeden ohne Scheu begrüßt, wird an einer Somali Freude finden. Somalis kommen auch gut mit anderen Haustieren und Kindern zurecht.

Die Somali möchte jedoch nicht gerne alleine sein, deshalb wäre es besser sich möglichst gleich zwei Kätzchen ins Haus zu holen, besonders dann, wenn man berufstätig ist. Auf Einsamkeit reagiert die Katze überdeutlich: sie zieht sich zurück, zeigt sich von der ungnädigsten Seite, entwickelt Unarten und kultiviert diese mit der gleichen Konsequenz, mit der sie auch ihre Liebe verschenkt.

Eine Somali, sowie auch eine Aby, gehört nicht zu den Katzen, die gerne alleine ihrer Wege gehen.

 

Haltungnach oben zum Menü

Zur artgemäßen Haltung ist zu bemerken, dass die Somali Klettern und Herumtoben liebt. Man sollte ihr deshalb Klettermöglichkeiten (z.B. einen großen Kratzbaum) anbieten. Wenn möglich sollte man ihr auch Zugang zu einem mit Katzennetz gesicherten Balkon oder Garten verschaffen, so dass sie die warmen Sonnenstrahlen an frischer Luft genie­ßen kann. Bei der Somali ist es auch ratsam einen Kippfensterschutz anzubringen, um schlimmen (meist tödlichen) inneren Verletzungen vorzubeugen. Trotz ihrer Agilität ist sie jedoch gut in der Wohnung zu halten, wenn man ihr genügend Spielmöglichkeiten bietet und sich mit ihr beschäftigt.

 

Pflegenach oben zum Menü

In der Fellpflege braucht sie verhältnismäßig wenig Unterstützung. Da sie keine Unterwolle besitzt, verfilzt das Fell kaum. Gelegentliches kämmen oder bürsten genügt, und von klein auf daran gewöhnt, lieben sie es sich mit der Bürste „streicheln“ zu lassen.

Sie neigt nicht zu Krankheiten und gehört zu den langlebigen Rassen, die mit fünfzehn meist noch genau so top in Form sind wie als Zweijährige.

Man sollte jedoch Rücksicht darauf nehmen, dass sie zu den Wärme liebenden Katzen gehört und ihr dementsprechend Möglichkeiten anbieten.

 

FIFe Zuchtstandardnach oben zum Menü

STANDARD

Kopf

Form

keilförmig, von mittleren Proportionen, breit an der Stirn; die Konturen sind weich und anmutig.

Nase

mittellang.
Im Profil zeigt der Kopf eine sanfte Kurve, weder mit Stop noch einer geraden Nase.

Kinn

kräftig und gut ausgebildet

Schnauze

nicht scharf gespitzt.
Ein leichter Einschnitt zur Bildung der Schnauze ist wünschenswert, ein Pinch ist jedoch ein Fehler.

Ohren

Form

verhältnismässig gross, breit am Ansatz.
An der Spitze leicht abgerundet mit einem Daumenabdruck.
Ohrbüschel an den Spitzen sind wünschenswert.

Platzierung

gut auseinander gesetzt und wachsam

Augen

Form

gross, mandelförmig und gut auseinander stehen

Farbe

leuchtend und ausdrucksvoll;
bernsteinfarben, grün oder gelb, rein, klar und intensiv in der Farbe;
in der Farbe des Tickings umrandet

Hals

 

graziös

Körper

Struktur

mittlere Gestalt, mittellang;
fest, geschmeidig, griffig und muskulös

Beine

 

sehnig, elegant und lang, in Proportion zum Körper

Pfoten

klein und oval

Schwanz

 

ziemlich lang und spitz zulaufend, stark am Ansatz
Der Schwanz soll gut behaart sein.

Fell

Struktur

ausserordentlich fein und sehr dicht, je dichter, desto besser;
Textur sehr weich im Griff.
Mittellang, ausgenommen an den Schultern, wo es etwas kürzer sein kann.
Der Vorzug wird Katzen mit gut entwickelter Halskrause und Höschen gegeben.

Farbe

2 oder 3 Farbbänder auf jedem Haar mit dunklen Haarspitzen werden bevorzugt.
Zu den Farbvarietäten siehe nachfolgende Tabellen.
Die Entwicklung des Tickings ist langsam; das endgültige Fell ist erst mit 2 Jahren voll ausgefärbt; dies sollte bei Jungtieren und jungen Erwachsenen berücksichtigt werden.

Anmerkungen

 

Weiss wird nur am Kinn und den Nüstern toleriert.

Fehler

Kopf

zu tiefer Stop
zuviel Markierung im Gesicht

Ohren

kleine oder spitze Ohren

Augen

runde Augen
diffuse Augenfarbe
fehlende Augenumrandung

Körper

gedrungene Erscheinung

Schwanz

beringter Schwanz

Fell

kalter oder sandiger Farbton
Geisterzeichnung oder andere Tabbyzeichnungen am Körper und den Beinen

Fehler, die das Zertifikat ausschliessen

Kopf

Siamtyp
runder Kopf

Beine

Streifen an allen 4 Beinen

Schwanz

peitschenförmiger Schwanz

Fell

graue oder zu helle oder zu dunkle Unterwolle
zu wenig oder Fehlen des Tickings in den Fellpartien, wo es erwünscht ist
geschlossene Halsringe
Markierungen an Brust und Bauch
weisses Medaillon
Weiss, das sich bis auf die Brust ausbreitet

PUNKTESKALA

Total 

 

100 Punkte

Kopf

allgemeine Form, Nase, Kiefer und Gebiss, Stirn
Platzierung und Form der Ohren

15 Punkte

Augen

Form und Farbe

10 Punkte

Körper

Körperbau, Grösse, Knochenbau
Höhe der Beine, Form der Pfoten
Form und Länge des Schwanzes

20 Punkte

Fell

Körperfarbe

25 Punkte

Ticking

15 Punkte

Textur

10 Punkte

Kondition

 

5 Punkte

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© 2004 Roswitha Burkhart

Letzte Generierung dieser Seite: 29.03.2010

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